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Als
Schimanski seine Ermittlungen in Duisburg begann, war in der Kriminalliteratur
das Genre des Regionalkrimis noch weitgehend unbekannt. Erst 1988 startete die
erste Ruhrkrimi-Reihe mit Das Ekel von Datteln.
Einen Anstoß für die Entwicklung und Popularität von Regional-Krimis
gab tatsächlich das Fernsehen mit seiner Tatort-Reihe, die zu einem großen
Teil von ihrem Regional- und Lokal-Kolorit lebt. Und dabei stellt sich sowohl
im Film als auch im Buch das Ruhrgebiet als die spannendste Region Deutschlands
heraus.
Die vier wichtigsten und inzwischen
fast klassischen Ruhrgebiets-Krimi-Reihen sind allerdings keine Polizeiromane.Wolli
Schröder hat ein Privatdetektivbüro an der Steeler Straße,
Klaus-Ulrich Mager (Pegasus GmbH) und Heinrich Gonzo Gonschorek
sind Kameramänner, Maria Grappa ist Zeitungsredakteurin. Allen vier Hauptfiguren
ist gemeinsam, dass sie stetige Schwierigkeiten in ihren Beziehungen zum anderen
Geschlecht haben. Grappa, Mager und Schröder sind oder werden geschieden.
Praktikantinnen beziehungsweise Assistentinnen nehmen eine zunehmend wichtigere
Rolle in der Arbeit und im Leben des Detektivs und der beiden Kameraleute ein.
Während Schröder und Gonzo
in Essen, das Pegasus-Team und Grappa in Dortmund aktiv sind, sind Duisburger
Krimis eher rar. Hier gibt es nur die drei Bücher des Privatdetektivs Elmar
Mogge und die beiden Agententhriller um Renè Silber. Zwischenzeitlich
war zudem
die
ehemalige
BKA-„Profilerin“ Barbara Pross von Düsseldorf nach Duisburg umgezogen. In
Duisburgs Nachbarstadt
Mülheim an der Ruhr treibt der abgedrehte Privatdetektiv
Kristof Kryszinski sein Unwesen.
Wer einen Polizeiroman mit echten Hauptkommissaren
lesen will, muss in die Nachbarschaft des Ruhrgebiets ausweichen nach Düsseldorf
oder in den Kreis Kleve.
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